Historie

Die Iwein-Malereien im Hessenhof in Schmalkalden

Die Grundlage für die Umsetzung des stereoprojektiven Filmes, der auf dem Schloss Wilhelmsburg aufgeführt wird, bilden die Iwein-Malereien, welche im südthüringischen Schmalkalden gefunden wurden. Der ehemalige landgräfliche Hof, heute als Hessenhof bezeichnet, beheimatet die wohl ältesten profanen Wandmalereien nördlich der Alpen, die heute bekannt sind.

In einem Tonnengewölbe wurde zu Beginn des 13. Jahrhunderts von einem unbekannten Künstler der erste Teil der Iwein-Saga in ursprünglich 26 Szenen interpretiert. Diese wurden in heute noch 7 feststellbaren Bildstreifen dargestellt.

Bekannt wurden die Malereien ab Mitte des 19. Jahrhunderts durch die zeichnerische und fotografische Aufnahme und inhaltliche Interpretation von Otto Gerland, C. W. Haase und später Paul Weber sowie Hans Lohse.

Ursprünglich verschiedenen Themen zugeordnet (wie zum Beispiel dem Leben der heiligen Elisabeth), hat sich heute die Meinung der Verbindung zur Iwein-Saga durchgesetzt.

Die Raumkopie der Wandmalerei auf dem Schloss Wilhelmsburg

Raumkopie der Iweinmalereien auf dem Schloss Wilhelmsburg

Für die Erhaltung des Originals der Wandmalereien im Hessenhof in Schmalkalden zur Iwein-Saga wurden umfangreiche konservatorische Maßnahmen ergriffen. Da jedoch weiterhin eine Gefährdung dieser sensiblen Zeichnungen besteht, sind diese heute unter Verschluß und somit der breiten Öffentlichkeit im Original leider nicht zugänglich.

Aus diesem Grund wurde eine raumidentische Kopie auf dem Schloss Wilhelmsburg angefertigt. Sie befindet in einem Kellergewölbe unter dem Bereich der Kirche und kann zu den Öffnungszeiten des Schlosses besichtigt werden.

Die stereoprojektive Umsetzung der Thematik in einem Film

WMP-consulting

Im Dezember 2005 wurde die Idee zur Umsetzung eines stereoprojketiven computeranimierten Filmes, welcher die Wandmalereien zur Iwein-Saga aus dem Hessenhof zur Grundlage hat, geboren.

In Zusammenarbeit mit dem Zweckverband Kultur Landkreis Schmalkalden-Meiningen und der Firma WMP-consulting wurde ein erstes Konzept zur Umsetzung erarbeitet. Kurz darauf entstand das Drehbuch und nach Klärung der Finanzierung des Projektes konnte zu Beginn des Jahres 2007 mit der Realisierung des Vorhabens begonnen werden.